22 And the winner is:

Youngbae Kim aus den USA.

Hochästhetisches Ergebnis

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Die ausgewählten Kronen werden nun vorsichtig von den Stümpfen genommen und mit Alkohol gereinigt. Die Stümpfe werden ebenfalls gesäubert und trockengelegt, der selbstadhäsive Befestigungszement wird in die Kronen appliziert. Nacheinander finden die Kronen ihren definitiven Platz. Was für ein Tag! Was für ein hochästhetisches Ergebnis! Die Patientin ist überglücklich.

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20 Das große Finale in der Zahnarztpraxis

 

Nacheinander wird ein Kronenpaar nach dem anderen fertig. Jeder gleicht noch einmal ab an der Patientin, dann ist die Stunde der Wahrheit gekommen: Nichts geht mehr! Zur abschließenden Begutachtung geht es in die Zahnarztpraxis zu Dr. Jens Gebrande. Alle packen ihre Kronen ein. Knisternde Spannung liegt in der Luft, als Renato Carretti und die Kursteilnehmer und -teilnehmerin das VITA-Labor in Richtung Praxis verlassen.

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Es ist der dentale High Noon, der zahntechnische Showdown, bei dem sich entscheidet, ob die Passion und die Energie der letzten beiden Tage gekrönt werden mit einer definitiven Zementierung. Es geht hinein in die Praxis, in das Behandlungszimmer. Vorsichtig löst Dr. Gebrande das Provisorium und reinigt die Stümpfe.

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Ein Kronenpaar nach dem anderen gleitet nun langsam über die Stümpfe, findet seinen vorherbestimmten Platz. Immer wieder schaut die Patientin in den Spiegel, prüft die Form und die Farbe.

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Um sie herum wird getuschelt und beraten. Jetzt geht es um alles! Nach der ersten Runde sind zwei Kronenpaare in der engeren Auswahl. Immer wieder wird zwischen diesen hin- und hergewechselt. Dann ein bestimmter Blick der Patientin, ein Nicken: Die Kronen für die definitive Zementierung sind gefunden.

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19 Oberflächen-Finishing

Die Farbwirkung der Restaurationen ist nach dem Abgleich an der Patientin so naturgetreu, dass keine Malfarben zum Einsatz kommen müssen. Die Schichtung wirkt dreidimensional aus der Tiefe.

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Renato trägt im Approximalbereich etwas Korrekturmasse auf, um die Kontaktflächen noch zu verstärken. Auch auf den Auftrag von Glasurmasse kann er verzichten. Dann fahren die Arbeiten ein letztes Mal für den kombinierten Glanzbrand in den Ofen. Die Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen geben alles, sind Renato buchstäblich auf den Fersen. Das müssen sie auch, denn der Termin in der Zahnarztpraxis steht an und alle wollen für das große Finale fertig werden.

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Dort hat die Patientin die Qual der Wahl. Für welches Kronenpaar wird sie sich entscheiden? Der finale Glasurbrand ist beendet, die Restaurationen fahren verheißungsvoll nach unten. Nach der Abkühlung genügt Renato eine leichte Politur mit Bimsstein, um ein patientinnengerechtes Glanzlevel zu erreichen.

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18 Der letzte Feinschliff

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Der Ofen gibt sein Geheimnis wieder preis. Ein erster Blick zeigt Renato: Das ist genau das, was er sehen wollte. Zufrieden nickt er und lächelt. Das sind die Momente, für die Zahntechnikerinnen und Zahntechniker leben. Die Symbiose aus Mensch, Material und Technologie hat zu einem perfekten Ergebnis geführt, das nur noch richtig ausgearbeitet werden muss.

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Renato spannt ein feines Diamantinstrument in sein Handstück, um dann die erste Krone sicher zwischen seinen Fingern zu fixieren. Er führt das rotierende Instrument gekonnt über die Oberflächen. Dabei achtet er darauf, den Leistenverlauf leicht nach innen zu verlegen, um die Kronen wie geplant schmaler wirken zu lassen.
Instrumentenwechsel: Er spannt feinkörniges Schleifpapier in das Handstück und lässt es niedertourig über die Oberflächen gleiten. Aber Achtung: Die zuvor geschaffene Oberflächentextur soll dabei nicht verloren gehen.

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17 Der Weg zur Perfektion

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Jetzt geht es nur noch um Nuancen. Kleine Portionen der ausgewogenen Mischung aus BASE DENTINE A3 und hellorangem EFFECT CHROMA 5 werden im Halsbereich hinzugefügt. So reduziert Renato Carretti gezielt die Transluzenz und mehr Wärme entsteht. Die Kontaktfläche wird mit der gleichen Mischung weiter in Richtung Gingiva extendiert. Konzentriert tupft Renato immer wieder Material auf, verteilt es gleichmäßig, hält inne und überlegt sich den nächsten Schritt. Jetzt kommt es wirklich nur noch auf Kleinigkeiten an.
Auf der restlichen Krone reduziert er die Transluzenz wieder mit einer hauchdünnen Schicht von milchigem NEUTRAL.

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Ab in den Ofen. Während des Korrekturbrands sind die Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen voll konzentriert, um ihre eigenen Änderungen durchzuführen. Renato geht immer wieder von Platz zu Platz, wirft einen Blick auf die Arbeiten, gibt Tipps und Tricks und berät.

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15 Spannung vor der klinischen Einprobe

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Nach dem Brand ist der Moment der Wahrheit gekommen: die erste klinische Einprobe. Spannung liegt in der Luft, als die Provisorien vorsichtig von Dr. Jens Gebrande entnommen und die beiden Kronen das erste Mal auf den Stümpfen positioniert werden. Der Trommelwirbel ist förmlich hörbar und dann folgt der erste Blick in den Spiegel: Die Richtung stimmt! Nur kleinere Korrekturen sind nach Absprache mit der Patientin nötig:

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Die Transluzenz am Übergang von der Schneide zum Bauchbereich soll noch etwas reduziert werden.

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Die Kontaktflächen sollen noch etwas weiter in Richtung Gingiva extendiert werden, um das schwarze Dreieck noch mehr zu schließen.

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Die Zähne sollen morphologisch noch etwas schmaler wirken.

 

14 Der zweite Dentinbrand

Mit dem zweiten Dentinbrand können jetzt die Morphologie sowie die Farb- und Effektwirkung gezielt finalisiert werden. Den Halsbereich gestaltet Renato mit einer Eins-zu-eins-Mischung aus BASE DENTINE A3 und hellorangem EFFECT CHROMA 5 konsequent noch chromatischer. Im Bauchbereich baut er mit einer ausgewogenen Mischung aus BASE DENTINE A2 und NEUTRAL zusätzlich auf. Auch im Schneidebereich kommt NEUTRAL zum Einsatz, um mit der leicht milchigen Keramik die Transluzenz etwas zu reduzieren. Aus demselben Grund wird palatinal ein Lichtblocker aus weißlichem INTERNO 01 aufgetragen und mit chromatischem EFFECT CHROMA 2 (sandbeige) abgedeckt.

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13 Alles bereit für den ersten Dentinbrand

 

Nach der abschließenden Okklusionskontrolle kann nun die Schichtung finalisiert werden. Die Kronen werden vorsichtig vom Modell genommen und mit der Klemmpinzette lumenseitig fixiert. Geschafft! Analog zu den vorangegangenen keramischen Schichtungen füllt Renato Carretti nun nacheinander die Approximalbereiche vorsichtig auf und glättet sie. Einen letzten Tipp gibt er an Youngbae Kim und Ryo Funaki aus den USA sowie Bashar Omar aus Deutschland: „Ich habe nicht zu weit aufgebaut. Lasst bukkal auf jeden Fall auch Platz für den zweiten Dentinbrand! Dann habt ihr alle Freiheiten, zu entscheiden, ob ihr noch mehr Chroma oder noch mehr Transluzenz braucht!“ Vorsichtig positioniert er die beiden Kronen auf den Brennstiften und  stellt sie mit dem Brennträger in den Ofen.

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Das Brennprogramm wird ausgewählt und der Ofen fährt die Restaurationen schrittweise in die Brennkammer.

Youngbae Kim

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Ryo Funaki

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